Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo beginnen am Freitag - und brechen mit der Tradition. Erstmals teilen sich offiziell zwei Städte die Ausrichtung, erstmals verteilen sich die Wettkämpfe über rund 22.000 Quadratkilometer. Die Spiele gelten als Pilotprojekt für die Nachhaltigkeitsstrategie des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).
Um 20:00 Uhr startet die Eröffnungsfeier im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion. Musikstars wie Andrea Bocelli, Mariah Carey und Lang Lang werden auftreten. Das olympische Feuer wird gleichzeitig in Mailand und Cortina entzündet - ein Symbol für die geteilte Ausrichtung. Die Show verteilt sich über vier Städte: Mailand, Cortina d'Ampezzo, Bormio und Predazzo. Die Abschlussfeier findet in der antiken Arena von Verona statt.
Rekorde bei Athletinnen und Wettkämpfen
Rund 2.900 Athleten aus 90 Nationen kämpfen um 116 Medaillensätze - so viele wie nie zuvor bei Winterspielen. Der Frauenanteil steigt auf 47 Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als in Peking. 50 Entscheidungen fallen in reinen Frauen-Wettbewerben, auch das ist Rekord.
Skibergsteigen feiert olympische Premiere mit Sprint-Rennen für Frauen und Männer sowie einer Mixed-Staffel. Erstmals gibt es im Rodeln einen Frauen-Doppelsitzer, im Skeleton einen Mixed-Teamwettbewerb. Die Frauen springen von der Großschanze, bei den Männern ersetzt ein Super-Team-Format das klassische Mannschaftsspringen. Im Freestil kommt Dual Moguls hinzu, im Alpinen löst eine Team-Kombination die bisherigen Formate ab.
Nachhaltigkeit trifft auf Kontroverse
90 Prozent der Wettkampfstätten existieren bereits oder werden temporär errichtet. Die Frauen fahren Ski alpin in Cortina d'Ampezzo, die Männer 300 Kilometer westlich in Bormio. Diese dezentrale Struktur entspricht der IOC-Strategie "Agenda 2020+5", die angesichts des Klimawandels auf Nachhaltigkeit setzt.
Doch eine Entscheidung stört das Konzept: Die italienische Regierung baute gegen die IOC-Empfehlung eine neue Bob- und Rodelbahn in Cortina für 120 Millionen Euro. Das IOC hatte vorgeschlagen, die Wettbewerbe auf bestehenden Bahnen in Innsbruck oder St. Moritz auszutragen. Die Nutzung nach den Spielen und die ökologischen Auswirkungen bleiben unklar.
Die Kosten trägt das Organisationskomitee mit rund 1,7 Milliarden Euro aus Sponsoring, Ticketverkäufen und IOC-Zuschüssen. Die italienische Regierung übernimmt Sicherheit und Infrastruktur mit geschätzten 3,5 Milliarden Euro.
Ausblick auf künftige Spiele
Nach vier Jahren Geisterspielen in Peking kehren die Fans zurück. Die Spiele gelten als Blaupause für die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen, bevor 2034 in Salt Lake City ein kompakteres Format zurückkehrt. ARD, ZDF, Eurosport und die Streaming-Plattform Discovery+ übertragen die Wettkämpfe.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.














