Ein Gynäkologe aus Lippstadt ruft zu einer Demonstration gegen das katholische Abtreibungsverbot auf. Joachim Volz plant die Kundgebung für den 5. Februar in Hamm, nachdem das Arbeitsgericht Hamm im August 2025 seine Klage gegen seinen Arbeitgeber abgewiesen hatte. Das Klinikum Lippstadt - Christliches Krankenhaus hatte ihm untersagt, medizinisch indizierte Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.
Die Demonstration trägt den Titel «Meine Hilfe ist weder Mord noch Sünde!». Zu der Kundgebung werden prominente Unterstützer erwartet, darunter die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang und die Ärztin Kristina Hänel aus Gießen. Hänel hatte erfolgreich für die Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen gekämpft.
Gerichtsurteil und Berufung
Das Arbeitsgericht Hamm wies Volz' Klage am 8. August 2025 ab. Die Klinikleitung hatte dem Chefarzt verboten, Abtreibungen sowohl im Krankenhaus als auch in seiner Privatpraxis in Bielefeld vorzunehmen. Volz hat gegen das Urteil Berufung beim Landesarbeitsgericht in Hamm eingelegt.
Der Fall zeigt die Spannungen, die entstehen, wenn religiöse Grundsätze mit medizinischen Ansprüchen kollidieren. Das Klinikum Lippstadt entstand im März aus der Fusion eines evangelischen Krankenhauses mit zwei katholischen Häusern - dem Dreifaltigkeits-Hospital und dem Marien-Hospital in Erwitte.
Massive Unterstützung für Arzt
Volz hat eine Petition unter dem Titel «Meine Hilfe kann keine Sünde sein!» gestartet, die bereits rund 300.000 Unterschriften gesammelt hat. Zusätzlich läuft eine Crowdfunding-Kampagne zur Unterstützung seines Rechtskampfes.
Das Erzbistum Paderborn begründet das Verbot mit der Satzung des fusionierten Krankenhauses. Diese untersagt Schwangerschaftsabbrüche und assistierten Suizid explizit. Eine Ausnahme gilt nur für Notfälle, in denen das Leben der Mutter in Gefahr ist.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.





