Das US-Justizministerium hat umfangreiche Ermittlungsakten zum Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht. Die Behörde stellte mehr als drei Millionen Seiten Dokumente, rund 2.000 Videos und 180.000 Bilder bereit – ein erheblicher Teil davon pornografisches Material, das der verurteilte Sexualstraftäter besessen hatte.
Die Veröffentlichung erfolgte mit deutlicher Verspätung. Die gesetzliche Frist war bereits Mitte Dezember abgelaufen. Ein im vergangenen Jahr verabschiedetes Gesetz hatte das Ministerium zur Offenlegung verpflichtet – ein Vorhaben, gegen das sich US-Präsident Donald Trump lange gewehrt hatte.
Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche verteidigte die Verzögerung auf einer Pressekonferenz. «Das Ministerium hat insgesamt rund dreieinhalb Millionen Seiten in Übereinstimmung mit dem Gesetz erstellt», erklärte er. Die Behörde habe mehr Material gesammelt als erforderlich und nur relevante Teile veröffentlicht. Zudem habe man Zeit für den Schutz der Opfer benötigt.
Umfang des Missbrauchsskandals
Epstein, ein vermögender Finanzier aus New York, betrieb jahrelang einen Missbrauchsring. Dutzende junge Frauen und Minderjährige wurden zu Opfern. Der 66-Jährige starb 2019 im Gefängnis, bevor es zu einer weiteren Verurteilung kommen konnte.
Ende Dezember waren angeblich eine Million neue Dokumente aufgetaucht. Zuvor hatte das Ministerium geschätzt, weniger als ein Prozent seiner Epstein-Akten offengelegt zu haben.
Opferschutz und zurückgehaltene Inhalte
Das Justizministerium hielt gezielt bestimmte Inhalte zurück. Persönliche Daten von Opfern blieben unter Verschluss, ebenso pornografisches Material mit Kindern und Informationen, die laufende Bundesermittlungen gefährden könnten.
Epsteins weitreichende Kontakte in die High Society hatten zahlreiche Spekulationen über den Umfang des Skandals und die Verwicklung prominenter Persönlichkeiten befeuert. Elf Datensätze stehen mittlerweile auf der Homepage des Ministeriums zur Verfügung.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.
